Montag, 11. Februar 2013

Und täglich grüßt das Murmeltier

Es ist wie beim Dinner for one:

Same procedure as every year!

Wie immer, wenn Wahlen anstehen, berichtet der neoliberale Medienmainstream (Bild, Spiegel, ARD, ZDF, Welt) wieder mal ausführlich und großangelegt über neu ausgegrabene Stasi-Vorwürfe gegen Gregor Gysi.

Und natürlich dürfen pechschwarze Politiker wie Schäubles Schwiegersohn Strobl und das Generalsekret Gröhe ihre dämlichen Bemerkungen zur besten Sendezeit (ARD Tagesschau, ZDF-heute) absondern.

Dazu die Pressemitteilung der Linksfraktion

Dazu passt:

Quelle: Harm Bengen


Kommentare:

  1. Ein Gespräch mit Stasi-Leuten über ein Spiegel-Interview - ist das eine bewegende Neuigkeit? Wie hätte der Anwalt Gysi in einem Gespräch, das in eigener Sache stattfand, Mandanten schaden können? In dem Verfahren, wenn es jemals dazu kommen sollte, wird nicht Mandantenverrat oder IM-Tätigkeit verhandelt werden - dazu gibt es nichts Neues -, sondern ein Detail, die Formulierung einer eidesstattlichen Erklärung. Das ist ein ganz kleines Karo. Also viel Aufregung um wenig.

    Doch bei Schlagzeilen über "Gysi-Stasi" funktioniert die Identitätsmechanik sofort gut geölt.

    Quelle: taz

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  2. Mit Gysi ist das so eine Sache. In der frühen Zeit der Bundesrepublik war es üblich, dass insbesondere Politiker aus den Reihen von CDU, CSU und FDP braune Flecken auf ihren blütenweißen Westen hatten.
    Diese Flecken blieben allerdings in aller Regel folgenlos. Zudem wurden manche braune Flecken mit Bundesverdienstkreuzen aller Art überdeckt.

    Und jetzt sollen Gregor Gysi zum wiederholten Male auf seiner Weste Stasi-Flecken nachgewiesen werden? Dass dies gelingt, gehört (trotz Springer und Konsorten) in das Reich der Fantasie.

    Ich bin davon überzeugt, dass Gysi nicht gegen die von ihm abgegebene Eidesstattliche Versicherung verstoßen hat.

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