Montag, 28. Februar 2011

Telomax GmbH - inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Firma Telomax GmbH, die über die Telefonrechnung die Gebühren eintreibt, ist mittlerweile im Visier der Justiz. „Wir prüfen ein Verfahren wegen Betrugs“, sagt Doris Möller-Scheu von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Mehr kann sie aber noch nicht dazu sagen, nur dass es „sehr kompliziert“ sei. Die Ausreden von Telomax, sie würden nur im Auftrag die Gebühren erheben und nichts mit den Anbietern und deren Angeboten zu tun haben, will sie jedoch nicht gelten lassen: „Nach der 100. Beschwerde zählt dieses Argument irgendwann nicht mehr.“ Auch die Bundesnetzagentur bereitet umfassendere Schritte gegen Telomax und Co. vor.


Hier der gesamte Bericht

Offenbar bereiten die Hintermänner dieser Abzocke eine "Umstrukturierung" vor. Aus diesem Grund reaktivierte man wohl auch die "Swiss Einkaufsgemeinschaft", die in der Vergangenheit durch etliche Abzocken unangenehm auffiel.

Und auch der Strohmann des Faustus Eberle, Dr. Stefano Szabo (bekannt durch ein TV-Interview), wurde wohl aus dem Altersheim abgeholt.

Er soll offenbar den bisherigen Strohmann Jürg Kramer von Pfyn ersetzen.

Hier der Thread bei Computerbetrug.de

Dienstag, 22. Februar 2011

Telekom erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Telomax GmbH

Telekom: Einstweilige Verfügung gegen telomax

Zahlreiche Verbraucher haben sich in den vergangenen Monaten sowohl bei der Bundesnetzagentur als auch bei der Deutschen Telekom über die Geschäftspraktiken des Frankfurter Verbindungsnetzbetreibers telomax beschwert. Mitte Februar hatte die Bundesnetzagentur telomax abgestraft und quasi den Geldhahn zugedreht.
Dem Unternehmen wurde rückwirkend zum 23. Dezember des vergangenen Jahres die Abrechnung von Gewinnspieleintragsdiensten für Drittfirmen verboten.

Nun geht auch die Telekom gegen das Unternehmen vor: Der Bonner Konzern hat beim Landgericht Bonn eine einstweilige Verfügung gegen den nach ihren Angaben "zweifelhaften Anbieter" erwirkt. Die Telekom kündigt zudem den Abrechnungsvertrag, der die Fakturierung und das Inkasso für telomax regelt. Damit werden keine weiteren Forderungen mehr über die Telekom-Telefonrechnung abgerechnet.

Telekom kündigt Abrechnungsvertrag fristlos

Telekom-Kunden hatten Forderungen von telomax auf ihrer Telefonrechnung nicht nachvollziehen können. Inzwischen hätten Kunden zudem eidesstattlich versichert, dass sie keinen Vertrag mit telomax abgeschlossen haben.

Auf der Grundlage der einstweiligen Verfügung gegen telomax hat die Telekom schließlich die fristlose Kündigung des Abrechnungsvertrags bekanntgegeben. Dem Frankfurter Unternehmen steht es aber noch frei, Rechtmittel gegen die Verfügung einzulegen.

Der Anbieter sei sehr kreativ gewesen: Ein bereits im Dezember von der Bundesnetzagentur für bestimmte Leistungen von telomax auferlegtes Abrechnungsverbot konnte der Anbieter umgehen. Die Artikelleistungsnummern seien einfach geändert und die gleichen Leistungen weiterhin berechnet worden.
Telekom setzt sich auch im Mobilfunk für mehr Verbraucherschutz ein

Obwohl die Telekom laut Telekommunikationsgesetz verpflichtet ist, auch die Leistungen Dritter über ihre Telefonrechnungen abzurechnen, ist für Jan Niek van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, eine Grenze erreicht: "Wir dulden aber keine Geschäftsmodelle, bei denen sich Kunden über unsere Rechnung betrogen fühlen". Bereits im vergangenen Jahr sei telomax abgemahnt worden.

Nicht nur beim Festnetz kommt es zu Problemen mit Anbietern von Mehrwertdiensten, auch beim Mobilfunk ist laut Telekom mehr Verbraucherschutz notwendig. Bereits seit dem vergangenen Jahr sind Diensteanbieter daher verpflichtet, ihre Kunden klar und verständlich über die Konditionen zu informieren. Ein Abonnement soll nicht einfach durch einen Klick auf einen Werbebanner abschließbar sein. Dazu sei eine zweifache aktive Zustimmung des Kunden erforderlich. Verstößt ein Anbieter gegen diese Verpflichtungen, kann die Telekom ihrerseits den Abrechnungsvertrag kündigen.

Bereits in den kommenden Monaten soll aufgrund einer gemeinsamen Initiative der deutschen Mobilfunknetzbetreiber eine Plattform an den Start gehen, über die Diensteanbieter den Bestellprozess für Abonnements einheitlich abwickeln müssen. Für Kunden soll dies mehr Transparenz schaffen. "Durch das Verhalten einzelner schwarzer Schafe darf nicht eine ganze Branche in Verruf geraten. Dem schieben wir einen Riegel vor", betont van Damme.

Quelle: Onlinekosten.de

Ob die anderen Telefonunternehmen wie Vodafone, 1&1 usw. nachziehen, wird sich zeigen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

OLG Frankfurt: Anklage gegen Michael B. und Katarina D. zugelassen

Jetzt kommts aber knüppeldick:
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Anklage wegen Betrugs gegen Michael Burat und seine frühere Geschäftspartnerin Katarina D. zugelassen (Az. 1 Ws 29/09). Burat wird vorgeworfen zwischen August 2006 und April 2008 zunächst allein, später mit Katarina D., Internetdienste wie einen Routenplaner betrieben und Kunden zur kostenpflichtigen Anmeldung verleitet zu haben. Der Hinweis auf die 59,95 Euro Kosten sei bewusst so gestaltet gewesen, dass Nutzer ihn übersehen. Michael Burat ließ eine Anfrage von uns unbeantwortet. Katarina D. war nicht zu erreichen.


Bericht bei Antiabzockenet.blogspot.com

Burats "Strohfrau" Katarina Dovcova wird sich wohl wie ihre "Kollegin" Martina Gazikova in ihre slowakische Heimat verkrümelt haben.

LG Osnabrück: Spektakulärer Strafprozeß gegen Michael B. (Ulrichstein), Bernhard S. (München) Alexander J. K. (Frankfurt/Main)

Wie das Landgericht Osnabrück mitteilt, wird morgen durch die 15. Große Strafkammer der mit Spannung erwartete Prozess gegen mehrere Personen eröffnet, denen unter anderem gewerbs- und bandenmäßige Erpressung, Betrug und Beihilfe hierzu vorgeworfen wird.

Michael B. (Ulrichstein), Bernhard S. (München) und Alexander J.K. (Frankfurt/Main) kennt in Deutschland eigentlich jeder, der sich mit Verbraucherschutz beschäftigt. Insbesondere durch Aktivitäten im Bereich so genannter Internet-Abofallen verschafften sie sich einen (zweifelhaften) Ruf wie Donnerhall.

Auch diese Abofallenproblematik soll Teil der Vorwürfe sein. Schwerpunkt der vom Osnabrücker Staatsanwalt Jürgen Lewandrowski verfassten, über 200 seitigen Anklageschrift ist allerdings ein Bereich, mit dem sich auch seriöse Verbraucherschützer tagtäglich beschäftigen: die Abwehr vermeintlich unerbetener Werbung. Die Staatsanwaltschaft meint jedoch, belastbare Hinweise gefunden zu haben, dass die Angeklagten systematisch Erpressung und Abmahnbetrug im Zusammenhang mit Abmahnungen wegen Spammings begangen hätten.

Pressemitteilung der Kanzlei Richter

via Abzocknews.blogspot.com

Dienstag, 15. Februar 2011

Telomax - weitere "Leistungsnummern" von der BNetzA verboten - Inkassoverbot verhängt

Die BNetzA informierte heute über weitere Maßnahmen in Sachen Telomax:

11.02.2011
Artikel-/Leistungsnummern: 83918, 83919, 83920, 83921, 83922, 83923, 83924

Produkt IDs: 12001, 12002, 12003, 12004, 12005, 12006, 12007
Spam Telefon - Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung seit dem 23.12.2010 für die Artikel-/Leistungsnummern: 83918, 83919, 83920, 83921, 83922, 83923, 83924
Produkt IDs: 12001, 12002, 12003, 12004, 12005, 12006, 12007

11.02.2011
Artikel-/Leistungsnummern: 61402, 77524, 77526, 83925, 83926, 83927, 83928, 83929, 83930, 83931, 83932, 83933, 83934, 83935, 83936, 83937, 83938, 83939, 83940, 83941, 83942, 83943, 83944, 83945, 83946, 83947, 83948, 83949, 83950, 83951, 83952, 83953, 83954, 83955, 83956, 83957, 83958, 83959, 83960, 83961, 83962, 83963, 83964, 83965, 83966

Produkt IDs: 11002, 10002, 10004, 12008, 12009, 12010, 12011, 12012, 12013, 12014, 12015, 12016, 12017, 12018, 12019, 12020, 12021, 12022, 12023, 12024, 12025, 12026, 12027, 12028, 12029, 12030, 12031, 12032, 12033, 12034, 12035, 12036, 12037, 12038, 12039, 12040, 12041, 12042, 12043, 12044, 12045, 12046, 12047, 12048, 12049

Spam Telefon Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung seit dem 11.02.2011 für die Artikel-/Leistungsnummern: 61402, 77524, 77526, 83925, 83926, 83927, 83928, 83929, 83930, 83931, 83932, 83933, 83934, 83935, 83936, 83937, 83938, 83939, 83940, 83941, 83942, 83943, 83944, 83945, 83946, 83947, 83948, 83949, 83950, 83951, 83952, 83953, 83954, 83955, 83956, 83957, 83958, 83959, 83960, 83961, 83962, 83963, 83964, 83965, 83966

Produkt IDs: 11002, 10002, 10004, 12008, 12009, 12010, 12011, 12012, 12013, 12014, 12015, 12016, 12017, 12018, 12019, 12020, 12021, 12022, 12023, 12024, 12025, 12026, 12027, 12028, 12029, 12030, 12031, 12032, 12033, 12034, 12035, 12036, 12037, 12038, 12039, 12040, 12041, 12042, 12043, 12044, 12045, 12046, 12047, 12048, 12049


Meldung der BNetzA

Aber die haben ja sicherlich noch Hundertschaften von "Leistungsnummern" und "ProduktIDs" vorrätig!

Samstag, 12. Februar 2011

Warnung vor Rechnungen einer ProPayment GmbH für Abofallen des Frankfurter Kreisels

Buratti ist rege wie immer. Aktuell ließ er eine neue "Gesellschaft" gründen: Die ProPayment GmbH, eine Inkassobude für Abofallenbetreiber:

Ein neues Projekt des Frankfurter Kreisels mit dem Namen ProPayment GmbH eines Herrn Zdenko Balley wurde am 19.01.2011 inszeniert. Nach eigener Aussage handelt es sich bei der neuen ProPayment GmbH um einen Anbieter für "Professionelle Zahlungsabwicklung, Factoring und Online-Payment" - ein Unternehmen mit durchaus spannender Historie und einem noch interessanteren "Prokuristen", der es jetzt wohl "wissen" will.


Interessant ist, dass man sich als "erlaubnisfreies Inkasso für verbundene Unternehmen gemäß § 2 Abs. 3 Ziffer 6 RDG, § 15 AktG" bezeichnet:

Gegenstand: die Erbringung von Abrechnungsserviceleistungen, Onlineabrechnungen sowie erlaubnisfreies Inkasso für verbundene Unternehmen gemäß § 2 Abs. 3 Ziffer 6 RDG, § 15 AktG und der Einzug von angekauften Forderungen von verbundenen Unternehmen im Sinne von § 15 AktG.

Sofern Sie Rechnungen der neuen ProPayment GmbH erhalten sollten, beherzigen Sie am besten einfach nur den Rat der Verbraucherzentralen:

Zahlen Sie nicht! Bleiben Sie stur! Lassen Sie sich nicht von Inkasso- oder Anwaltsbriefen unter Druck setzen! Der Trick ist, Leute mit Mahnungen so einzuschüchtern, dass sie zahlen, ohne es zu müssen. Die rechtlichen Begründungen, warum Sie angeblich zahlen sollen, sind allesamt unsinnig.

Hier der komplette, umfangreiche und informative Bericht über Burattis neuesten Streich

Donnerstag, 10. Februar 2011

Betrügerische Gewinnmitteilungen aus der Türkei: Überwiesenes Geld ist verloren

Die Verbraucherzentralen warnen vor Gewinnbimmel-Gangstern (wahrscheinlich wieder mit den üblichen "Verdächtigen" aus Deutschland als Hintermänner):

Die Verbraucherzentrale und mehrere Kriminalpolizeiinspektionen warnen vor Anrufen einer "Gewinnermittlungszentrale-Istanbul". Die Gauner zielen auf Senioren im gesamten Bundesgebiet ab. Ihr Köder: "Sie haben einen nagelneuen Mercedes der Klasse SLK 200 Kompressor im Wert von 45.800,00 Euro gewonnen."

Die Betrüger melden sich entweder als "Herr Schönberger" und "Frau Siefer" von einer angeblichen "Notarkanzlei Siefert & Co." in Istanbul. Oder die Anrufe kommen von einer in Berlin tatsächlich existierenden Kanzlei.

Einer vermeintlichen "Gewinnerin" wurde am Telefon alternativ zum Luxuswagen ein Barbetrag von 42.500 Euro angeboten. Dennoch hieß es auch dazu: In jedem Fall müsse sie über den Dienstleister Western Union vorab 620 Euro für eine Vollkaskoversicherung des Mercedes in die Türkei überweisen. Auch andere vorgebliche "Gewinner" sollten erst mal zahlen: 500 Euro "Fluggebühr", um das Auto abzuholen, eine "Grenzzollabgabe" oder eine "Umtausch- oder Bearbeitungspauschale". Die Vorkasse-Beträge liegen zwischen 500 und sogar 1.300 Euro. Um die Senioren von ihrer Seriosität zu überzeugen, schicken die Betrüger auch schon mal ein Fax aus Istanbul, das den vermeintlichen "Gewinn" bestätigt.

Fakt ist: Es gibt keinen Gewinn, und das überwiesene Geld ist verloren.

Aktuelle Meldung der Verbraucherzentrale

Dienstag, 8. Februar 2011

online-downloaden.de - 99downloads.de - downloadfabrik.de - Belleros-Bosse in Haft

Seit März 2009 zockten sie ab, und wer nicht zahlte, wurde vom "automatischen Anwaltbeantworter" angemahnt: Die Belleros-Bande, die mit Auftritten unter diversen Namen und mit diversen Strohleuten als "Geschäftsführer" ihr Unwesen trieb.

Nun wurden die Rädelsführer Sascha Schüssler und David Simanowski festgenommen.
Beamte des Hamburger Landeskriminalamts haben zwei Männer festgenommen, die im Internet mehr als 65.000 Menschen um zusammen fast 5 Millionen Euro betrogen haben sollen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden nach Durchsuchungen im gesamten Bundesgebiet die zwei mutmaßlichen Drahtzieher der Website "online-downloaden.de" in Gewahrsam genommen und 1,5 Millionen Euro sichergestellt. Die beiden Hauptverdächtigen David S. aus Lüneburg und Sascha Sch. aus Hamburg wurden dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehle erließ. Die Ermittlungen des LKA dauern unterdessen an.


Hier der Bericht bei Heise

Über die Geschichte der Belleros-Abzocker gibts u.a. auch einen
Thread im Forum von BooCompany

Dienstag, 1. Februar 2011

Content Services Ltd. Mannheim übernimmt die "Geschäfte" der Antassia GmbH, Mainz

Wie berichtet, übernimmt ab heute die Content Services Ltd. die "Geschäfte" der Antassia GmbH Mainz. Unseres Wissens besteht deren einziges "Geschäft" aus der Download-Abzocke www.top-of-software.de!

Rechtsanwalt Meier berichtet auf seiner Seite (Link s. unten).
Hintergrund ist vermutlich eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung.

Ob Antassia GmbH, ob Content Services Ltd. - Hintermänner beider "Firmen" sind die Gebrüder Schmidtlein aus Büttelborn mit dem Strohmann-Geschäftsführer Alexander Varin.

Aus Raider wird Twix - sonst ändert sich nix.....

Content Services Ltd. übernimmt Antassia GmbH

Das ist übrigens der "Firmensitz" der Content Service Ltd. in Mannheim-Rheinau, Mundenheimer Straße 70. Unmittelbar dahinter verläuft die Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe.

Hier gibts auch noch ein "Nebengebäude":

Doch an der obigen Anschrift wird man nur einen Briefkasten mit sinniger Aufschrift "keine Werbung" vorfinden, der jeweils nachts geleert wird:



Der eigentliche "Firmensitz" befindet sich hier:
Nesosol GmbH, Sensfelderweg 26, 64293 Darmstadt.
Firmensitz Nesosol GmbH
Die Klingel und eine Überwachungskamera sind im Hof, gleich hinter der Autovermietung. Dort hat (neben den Drahtziehern Andreas und Manuel Schmidtlein) auch Content-Service-Ltd.- (Strohmann-) Geschäftsführer Alexander Varin sein Büro!