Samstag, 27. August 2011

Schutz vor Kostenfallen im Internet? Kein Ruhmesblatt!

Wie unsinnig die Neuregelung über die sog. "Buttonlösung" ist, wird sich in den kommenden Monaten ja herausstellen.

Da nicht jeder das Rad neu erfinden und selbst kommentieren muss, verweisen wir auf den Kommentar in der Augsburger Allgemeinen:

Die Bundesregierung will Verbraucher besser vor Kostenfallen im Internet schützen. In Wirklichkeit zeigt der Gesetzentwurf dazu nur, wie realitätsfremd unsere Politiker agieren.


Ein weiteres Argument spricht gegen die Button-Lösung: Technische Funktionen sind stets technisch manipulierbar. So wie es in den Jahren 2002 oder 2003 möglich war, 0190-Dialer zur automatischen und vom Nutzer unbemerkten Einwahl zu bringen, so lässt sich mit einfachen Möglichkeiten auch ein Knopfdruck auf einer Webseite manipulieren. Der Dumme wäre der betrogene Verbraucher, der damit erst recht in Erklärungsnot gerät.


Hier der gesamte Kommentar in der Augsburger Allgemeinen!

Jetzt werden die dubaianischen und tortolesischen Briefkästen wieder wie Pilze dem Boden entspringen - das Inkasso werden unseriöse Butzen unter Duldung des Gesetzgebers übernehmen.

Denn Inkassobüros haben bei uns ja gesetzlich garantierte und geschützte Narrenfreiheit!

Abschließend noch ein Zitat aus der Augsburger Allgemeinen:
Politik und Justiz sahen - und sehen - diesem Treiben bis heute tatenlos zu. Und die Gerichte, die für die Zulassung von Inkassobüros zuständig sind, bekleckern sich auch nicht mit Ruhm wenn es darum geht, die schwarzen Schafe der Branche zu stoppen.

Eine Button-Lösung, wie sie nun von Verbraucherministerin Ilse Aigner als großer Durchbruch gefeiert wird, löst die eigentlichen Probleme also nicht. Sie kommt zu spät, hilft Verbrauchern wenig und erschwert den Falschen das Geschäft.


So ist es, und nicht anders!

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