Dienstag, 30. November 2010

Win-finder und Telomax - Verbraucherzentrale warnt

Die Verbraucherzentralen Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein warnen vor Win-finder und Telomax:

win-finder.com: Warnung vor neuer Abzocke bei unerlaubter Telefonwerbung

Win-Finder verspricht Besuchern seiner Internetseiten die Eintragung in 200 Gewinnspiele jeden Monat mit Preisen von bis zu 1 Million Euro. Angeblich trägt das Unternehmen mit einer speziell entwickelten Software Verbraucher monatlich vollautomatisch in 200 Gewinnspiele ein. Für die Registrierung fragt win-finder nach Rufnummer und Geburtsdatum - um anschließend über die Telefonrechnung wöchentlich 9,90 Euro abzubuchen. Außerdem werden vor allem ältere Verbraucher angerufen, denen angebliche Gewinne in Aussicht gestellt werden. Offensichtlich entlockt man dabei den vermeintlichen "Gewinnern" auch verschiedene personenbezogene Daten.

Sollten Sie eine telefonische Mitteilung über einen Gutscheingewinn und wenig später einen Brief des IFK-Glücksteam mit der Aktivierung für www.win-finder.com erhalten (haben), müssen Sie Ihre nächsten Telefonrechnungen sorgsam auf "Beiträge andere Anbieter" überprüfen. Momentan werden die Beträge in Höhe von 9,90 € pro Woche von der Telomax GmbH aus Frankfurt am Main geltend gemacht und mit der Telefonrechnung abgezogen. Wenn sich solch ein fragwürdiger Posten auf Ihrer Telefonrechnung befindet, legen Sie zunächst schriftlich Widerspruch bei Ihrem Telefonanbieter ein. Teilen Sie ihm auch mit, wie der Anbieter vorgegangen ist.

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, den fragwürdigen Betrag nicht zu zahlen und lediglich den unstrittigen Betrag der Telefonrechnung zu begleichen. Der dubiosen Forderung und dem angeblichen Vertragsschluss sollten Sie ebenfalls widersprechen.

Insgesamt muss die bedauerliche Lehre für Verbraucher lauten, dass nun nicht nur Kontoauszüge regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen, sondern auch Telefonrechnungen sowohl in Papierform als auch Onlinerechnungen auf Unregelmäßigkeiten überprüft werden müssen.

Meldung der VZ Bayern

Kommentare:

  1. Meiner Mutter ist das auch passiert! Aber wenn ich bei Telekom anrufe, sagen die mir nur, dass ich mich direkt an Telomax wenden muss. und Telomax sagt mir, dass ich mich direkt an Marketing & Projekt Service Inc. wenden muss, und die sind mit Sitz British Virgin Islands gemeldet... was verdammt kann ich jetzt tun, damit meiner Mutter nicht in der nächsten Telefonrechnung das gleiche passiert???

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  2. Zwar scheint sich inzwischen etwas seitens der Telekom zu bewegen.

    Nichtsdestotrotz gilt: Telefonrechnung in den nächsten Monaten im Auge behalten und bei derartigen Positionen sofort dort anrufen unter 0800-3301000 und Belastung der zweifelhaften Beträge untersagen.

    Korrespondenz mit dem Affenfelsen auf den British Virgin Islands ist in etwa so sinnvoll, wie einer Parkuhr Einsteins Relativitätstheorie zu verklickern!

    Irgendwann wird wohl die Telekom diese Gaunereien abstellen, aber man weiß ja - der Rosa Riese ist nicht so schnell..... :lol:

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  3. Wir sind inzischen auch schon Terroropfer von diesen Geldeintreibern geworden, hier ein offener Brief

    An die

    telomax GmbH
    Herrn Geschäftsführer Christian Ohme
    Westhafenplatz 1
    D-60327 Frankfurt/Main

    Tel.: 0800 - 444 56 74 www. Telandpay.de
    AG Frankfurt/Main – HRB 87585
    FA Frankfurt/M. V-Höchst – StNr 04724621273 USt-Id: DE270137293


    Sehr geehrter Herr Ohme,

    hiermit untersage ich Ihnen ausdrücklich, mein Telefon-Account mit dubiosen Betrügereien wie von der

    Millionenchance Inc.
    9 Pelican Drive, Road Town
    Tortola VG 1110
    British Virgin Islands

    zu belasten. Dies gilt solange, bis ich diese Anweisung Ihnen gegenüber schriftlich widerrufe.

    Sollten Sie mir diese seltsame Abrechnung erneut in Rechnung stellen, werde ich bei Zuwiderhandlung nicht umhin können, rechtlich gegen Sie vorzugehen.

    Meinen Auftrag wollen Sie mir bitte umgehend bestätigen. Als Eingangstag Ihrer Bestätigung merke ich mir den 31. Januar 2010 vor.

    Die Begründung entnehmen Sie dem nachstehenden E-Mail-Verkehr, dem Sie entnehmen können, dass die

    Millionenchance Inc.
    9 Pelican Drive, Road Town
    Tortola VG 1110
    British Virgin Islands
    Telefon: 0180 3 667777*
    E-Mail: service@gluecksfinder.net
    Website: www.gluecksfinder.net

    mit diesem Geschäftsgebahren mehrfach gegen die gelten deutschen Gesetze verstößt und dies in ihren Mails auch selbst noch zugibt.

    Allein schon diese in Kürze zusammengefassten Fakten sollten Ihnen ausreichen, um das unrechtmässige Geschäftsgebaren der Millionenchance Inc zu erkennen. Lassen Sie sich also nicht zum Handlanger solcher Machenschaften machen!

    Der Anruf war illegal aus folgenden Gründen

    - für diesen Anruf gab es von mit keine Anruferlaubnis, es war also ein gesetzes widriger cold-call!

    - Nach dem Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag - GlüStV) § 5 (3) ist Werbung für öffentliches Glücksspiel über Telekommunikationsanlagen verboten.

    - Nach dem Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag - GlüStV) § 5 (4) ist Werbung für unerlaubte Glücksspiele ist verboten.

    Weiterhin ist folgenmdes festzuhalten:

    - Die Unterrichtung nach "§ 312 c Unterrichtung des Verbrauchers bei Fernabsatzverträgen" hat nicht stattgefunden

    - Das Widerrufsrecht infolge der gesetzlichen Regelung des § 312d Abs. 4 Nr. 7 BGB wird von Millionenchance Inc. vermutlich vorsätzlich völlig falsch interpretiert und zitiert:

    Im Gesetz steht "
    (4) Das Widerrufsrecht besteht, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nicht bei Fernabsatzverträgen...
    zur Erbringung von Wett- und Lotterie-Dienstleistungen, es sei denn, dass der Verbraucher seine Vertragserklärung telefonisch abgegeben hat..."

    Weitere Begründungen über die Unseriösität dieer Machenschaften möchte ich mir und Ihnen an dieser Stelle ersparen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Den Vorgang werden wir auch der
    Verbraucherzentrale Hamburg melden.

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  4. Neben der Unterrichtung der Verbraucherzentrale wäre sicherlich auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück eine mögliche Adresse.

    Dort wird bereits gegen Herrn Ohme wegen der "Weihnachtspings 2006" unter der Nr. NZS 140 Js 2/07 ermittelt bzw. wurde Anklage vor dem Landgericht Osnabrück erhoben.

    Weitere Informationen hier:
    http://forum.boocompany.com/viewtopic.php?f=34&t=3928&start=15

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